Petition gegen Impfpflicht – Hintergründe, Fakten, Argumente und Forderungen

Die Ärzte für individuelle Impfentscheidung haben am 27.06.2019 ihre Petition "Deutschland braucht keine Impfpflicht" dem Deutschen Bundestag übergeben. Die erfolgreichste Petition Deutschlands hat innerhalb von nur 23 Tagen das notwendige Quorum von 50.000 Unterstützern erreicht. Schlussendlich haben 143.294 Bürger die Petition unterschrieben. Vor der Übergabe wurde eine Pressekonferenz mit Vorstand und Mitgliedern des Vereins Ärzte für individuelle Impfentscheidung, Dr. Michael Friedl, Dr. Jost Deerberg und Dr. Stefan Schmidt-Troschke, sowie Pressesprecherin Annette Bopp abgehalten. Die drei Ärzte legten nochmals ihre Fakten, Argumente und Forderungen zum Entwurf des Masernschutzgesetzes dar. Wie zu erwarten war, ließ sich Gesundheitsmenister Jens Spahn vertreten und verweigerte wieder einmal den Dialog mit der kritischen Zivilgeselschaft.

Dr. Michael Friedl erklärte in der Pressekonferenz ab Minute 27:20 einen nach unserer Meinung nach unterschätzter Sachverhalt, der viel zu selten im öffentlichen Raum diskutiert wird und von großer gesellschaftlicher Bedeutung ist (sprachlich vereinfacht zitiert): „Ich möchte das Ganze noch von der medizinisch-körperlichen Seite her ergänzen. Der Anstieg der Masernerkrankungen bei älteren Menschen hängt eben auch damit zusammen, dass wir bei Masern die Beobachtung gemacht haben, dass man nicht beliebig oft auffrischen kann. Wer einmal in der Kindheit zu früh geimpft wurde und einen relativ niedrigen Antikörpertiter entwickelt hat, kann dann zwar nachgeimpft werden und entwickelt vielleicht für ein Jahr einen höheren Titer, aber wir werden durch weitere Impfungen keine lange geschweige denn eine lebenslange Immunität mehr erreichen. Das heißt wir bräuchten dringend Forschung in diesem Bereich um den bestmöglichen Impfzeitpunkt mit der am längsten andauernden Immunität in der Bevölkerung herauszufinden und die erhoffte lebenslange Immunität abzusichern oder zu widerlegen. Ich denke eine natürliche Infektion hat immer, wissenschaftlich betrachtet, den höchsten Titeranstieg zur Folge und auch den langanhaltendsten, aber je früher wir impfen, desto geringer werden eben die Titeranstiege sein. In Taiwan gibt es mittlerweile eine Untersuchung, dass schon die 25-jährigen nur noch zu 50% einen Titernachweis haben. Das bedeutet das 50% ungeschützt sind und auch nicht mehr durch weitere Impfungen nennenswert geschützt werden können, da diese bereits zweimal in der Kindheit, wenige Monate nach der Geburt, geimpft wurden. Nur durch eine schnelle Ausrottung der Masern, was aber vermutlich nicht möglich sein wird, könnte man die nicht mehr geschützten Menschen vor einer Epidemie bewahren. Gerade wenn über 18 Jahre alte Menschen an Masern erkranken, muss mit vielen Komplikationen gerechnet werden, bis hin zum Tod."